Die gepökelte Wildsau – Die Legende vom Schinken aus Bayonne
redf1 | 2 Mai 2008 | 11:54Bereits seit dem Mittelalter beschäftigt diese Legende die Menschen und auch heute noch kennt sie jedes Kind im Bearn. Man sagt, dass eine Wildsau, von Jägern angeschossen, immer noch genug Kraft hatte vor den Jägern zu fliehen. Doch als die Wildsau an eine Quelle kam, vermochte sie nicht mehr weiter zu laufen und blieb liegen. Tage später fand man das Tier über und über mit einer Schicht aus weißen Salzkristallen bedeckt. Man verehrte die Sau anschließend als Glücksschwein, denn dadurch hatte man den hohen Salzgehalt der Quelle entdeckt, der mit 230 Gramm Salz pro Liter Wasser 8 Mal so hoch war wie der Salzgehalt des Meeres. Im Zentrum von Salies-de-Bearn erinnert ein Brunnen an diese Geschichte. Auch in Bayonne erzählt man sich die Legende. Allerdings bringt man sie hier eher in Verbindung mit dem fantastischen Bayonner Schinken, der durch das Pökeln, also das Einlegen des Fleisches in Salz, entstanden war.
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